Immer wenn wir Geistiges durch Geistloses ersetzen, überhöhen wir das Inhaltlose und das Nichtige. Gott ist aber Inhalt und Wesenhaftigkeit schlechthin. Jedoch wird durch die Betonung und Vermehrung des Scheinbaren die Sicht auf das Wesentliche (auf Gott) verwehrt. Wahrhaftiges bedarf keiner künstlichen Betonung.

Weil wir selbst arm und mittellos sind an wahren Werten und uns diese Beschränktheit nicht bewusst ist, neigen wir dazu, Inhaltloses und Nichtiges hervorzuheben. Doch jede Überhöhung und Zurschaustellung des Nichtigen ist die gewaltsame Schwächung des Wesentlichen und zieht die Geringschätzung unserer selbst nach sich. Damit die Botschaft Jesu in uns Raum finden kann, muss zuvor alles menschlich Hohe niedrig und alles menschlich Niedrige nach oben gebracht werden, wie es Johannes der Täufer forderte:

 

Bereitet den Weg des Herrn und macht seine Steige eben! Alle Täler sollen erhöht werden, und alle Berge und Hügel sollen erniedrigt werden …                                                                                                     Lukas 3,4–5

 

Bei Lao-Tse liest man einen ganz ähnlichen Gedanken:

 

 

Der Weg des Himmels

ist wie das Bespannen eines Bogens:

Das Hohe beugt sich nach unten

Das Untere kommt empor

Was übermäßig ist, wird verringert

Was zu wenig, das wird vermehrt

Der Wille des Himmels

Verringert was zu viel

vermehrt was zu wenig

Der Weg des Menschen ist entgegengesetzt:

Es verringert was zu wenig

Es vermehrt was schon zuviel                                           Lao-Tse

 

            352 Seiten

            Hardcover,

            Preis € 24,00

            ISBN 978-3-941995-99-4

Kurzbeschreibung: 

Undogmatisch, konfessionsunab-

hängig,religionsübergreifend, infor-
mativ und dabei leicht verständlich,

eröffnet dieses Buch dem Leser eine
ungewohnt neue und hochaktuelle
Sicht auf die christlichen Grundaus-
sagen und leistet damit einen
Beitrag für ein ethisches Verständnis
der Botschaft Jesu. Gleichwohl sind
die vorliegenden „Essenzen“ mehr als
eine reine Ethik. Dem unvoreinge-
nommenen Leser sind sie Lebenshilfe,
aber auch Transzendenz von der zeit-
lichen und räumlich begrenzten Dimension hin zum Ewigen, vom ängstlichen Misstrauen hin zu mutigem Vertrauen.

www.vogel-bildhauer.de Elmar Vogel bei der Arbeit am Stein

Letzte Aktualisierung:

am 9. Juli 2010